Seite zu Favoriten hinzufügen / Link zu ihrer Webseite einrichten 

Köln



Köln, Stadt
Fläche: 405,15 km²
Einwohner: 967.940
PLZ: 50667

Die umweltfreundlichsten Städte in Deutschland

Die umweltfreundlichsten Städte in Deutschland


Grün ist zumindest als Einstellung die Lieblingsfarbe vieler Deutscher, und etliche Städte in der Bundesrepublik gehören laut einer europäischen Studie zu den umweltfreundlichsten. Obwohl Deutschland mit mehr als 82 Millionen Einwohnern dicht besiedelt und hoch industrialisiert ist, schnitten die zwölf untersuchten Ballungsgebiete überdurchschnittlich bis durchschnittlich gut ab. Insgesamt wurden 41 europäische Regionen für den von der Firma Siemens beaufragten Green City Index untersucht.

Überdurchschnittlich umweltfreundlich ist die Hansestadt Hamburg. Deutschlands zweitgrößte Stadt konnte nicht nur durch die zahlreichen Grünflächen und Parks wie Planten un Bloomen punkten, sondern hat auch die meisten öko-bewussten Pendler. In keiner anderen Stadt benutzt ein so hoher Anteil an Arbeitnehmern das Fahrrad oder Schusters Rappen für den Weg zum Arbeitsplatz. Auch alternative Verkehrsmittel wie strombetriebene Busse gehören in Hamburg längst zum Konzept für eine bessere Umwelt. E-Busse sind seit mehreren Jahren auf den Straßen der Elbstadt unterwegs.

Niedersachsens Landeshauptstadt Hannover ist Spitze, was Radwege sowie Bus- und Bahnstrecken anbelangt, und auch was das Energiesparen im Wohnbereich betrifft, ist die Stadt Deutschlands Nummer eins. Im Durchschnitt verbrauchen Häuser in deutschen Orten 20 Prozent weniger Energie als die europäischen Nachbarn. In Hannover wird das noch deutlich übertroffen. Hier liegt die Quote bei knapp einem Drittel.

Auch Industriestädte wie Mannheim erzielten beachtliche Resultate. Niedriger Wasserverbrauch, der auch auf den extrem geringen  Verlust durch die Leitungen zurück zu führen ist, der zweithöchste Anteil an erneuerbaren Energien unter den untersuchten Kandidaten sowie eine überdurchschnittlche Luftqualität wurden der Stadt unter anderem bescheinigt. In den Bereichen Energieffizienz, Kohlendioxid-Emissionen sowie Abfall und Landnutzung schnitt Mannheim durchschnittlich gut ab.

Die Emissionen sind der Knackpunkt für die deutschen Städte. Trotz eines deutlich gestiegenen Anteils an erneuerbaren Energien (im Jahr 2017 waren es rund 36 Prozent), gewinnt Deutschland noch immer einen erheblichen Anteil an Strom durch Stein- und Braunkohle. Fast 37 Prozent waren es im vergangenen Jahr. Am Ausstieg aus der schmutzigen Kohleverbrennung wird allerdings längst gearbeitet.

Drei Viertel aller Deutschen leben mittlerweile in Großstädten. Ein gut entwickeltes Ökobewusstsein, konzertierte Aktionen in den Verwaltungen und Innovationsfreudigkeit sollen auch weiterhin die Umweltverträglichkeit in der Bundesrepublik verbessern. So entsteht zum Beispiel in Hamburg ein 100 Millionen Euro teures, 64 Stockwerke hohes Holzgebäude. Die Fertigstellung ist für 2021 geplant. Die „Wildspitze“, wie der Wolkenkratzer genannt wird, soll unter anderem 190 Wohnungen umfassen. Bis auf Stahlbeton für die Treppenhauskerne setzen die Erbauer für alle anderen Teile auf Holz plus auf eine zweite Hülle aus Glas, die als Brand-, Lärm- und Witterungsschutz dienen soll. Holz gilt als besonders energieeffizientes Baumaterial mit hervorragendem Raumklima. Selbst auf guten Ergebnissen im Green City Index wollen sich die Deutschen nicht ausruhen.